Sunday, April 26, 2009 7:27 AM Posted by

Webanwendungen



Unter einer Webanwendung versteht man ein auf einem Webserver ausgeführtes Computerprogramm. Eine Interaktion über einen Webbrowser mit dem Benutzer kann zustande kommen, indem der Client, also der Computer des Benutzers, und der Server, der Computer des Dienstanbieters, entweder über ein Intranet oder aber über das Internet oder ein anderes Netzwerk miteinander verbunden sind. Wie weit der Client und der Server letztendlich auseinander sind, ist dabei nicht von Bedeutung.

Die Geschichte der Web-Anwendungen

Die erste Möglichkeit Parameter an einen Webserver zu schicken war schon mit der HTML-Version von Tim Berners-Lee, die einen Isindex-Tag enthielt, gegeben. Mit dieser Version wurden die Parameter einfach an die URL gehängt, sodass die Benutzereingaben empfangen werden konnten. Die Datenbank der Stanford Universität setzte diese Methode, die 1991 online ging, als erstes größeres System ein.

Erst im Dezember 1993 wurde der erste Webbrowser entwickelt, der die auch heute noch verwendeten HTML-Formulare unterstützte. Der NCSA Mosaic 2.0 war zu dieser Zeit der am weitesten verbreitete Webbrowser. Am 4. November 1993 wurde die erste serverseitige Schnittstelle "htbin", die zum Empfang von Formulardaten diente, zusammen mit der Version 2.13 des W3C-HTTP-Servers auf den Markt gebracht.

Die zweite Schnittstelle, die CGI, folgte nur kurze Zeit später, im Februar 1994, mit der Veröffentlichung der Version 2.15 beta. Diese Schnittstelle wird auch heute noch verwendet und hängt nicht von der verwendeten Programmiersprache ab. Aufgrund der umfassenden Funktionen, die zur Verarbeitung von Zeichenketten dienen, wurde für die ersten Webanwendungen vor allem Perl verwendet.